Öffnung ist der Schlüssel
Michael Albert ist Ko-Gründer von ZMagazine / ZNet (Website u. elektronische Commentary). Albert veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter auch ‘Looking Forward’ (zusammen mit Robin Hahnel) u. ‘Stop the Killing Train’. Im folgenden Interview diskutiert er mit Catherine Clyne sein neuestes Buch ‘The Trajectory of Change: Activist Strategies for Social Change’ (Trajektorie der Veränderung: Strategien für Aktivisten, die soziale Veränderung wollen), erschienen bei South End Press 2002. Im Interview teilt Michael mit, wie er über progressive Aktivisten denkt bzw. wie diese seiner Meinung nach noch effektiver agieren könnten.
Was wollten Sie eigentlich mit ‘The Trajectory of Change’ bezwecken?
Also um ehrlich zu sein habe ich das Buch gar nicht wirklich konzipiert
- obwohl ich es natürlich geschrieben habe. Mein Verlag, South End
Press u. vor allem mein Herausgeber, Anthony Arnove, lasen meinen Essay
unter dem gleichnamigen
Titel u. wollten ihn zu einem Buch erweitern. Also habe ich einige
passende
Essays zum Thema zusammengestellt, u. man war einverstanden.
Was ich mit meiner Essay-Sammlung bezwecken will, ist ganz einfach,
Leuten, die gerade dabei sind, eine effektive soziale Bewegung auf die
Beine zu stellen, bei ihrer wirklich schweren Aufgabe hilfreich unter
die Arme zu greifen. In meinem Buch filtere ich die
Hauptschwierigkeiten heraus, die meiner Meinung nach dem Erfolg einer
Bewegung entgegensteh’n. Ich biete Überlegungen an, wie man
derartige Hindernisse am besten überwindet.
Bislang - wie sind da die Reaktionen auf Ihr Buch?
Allzuviele Reaktionen haben mich noch nicht erreicht. Einige Leute
haben mir geschrieben, sie mögen das Buch u. hätten das Gefühl, von ihm
zu profitieren. Einige sehr positive Rezensionen sind erschienen.
Ansonsten, ehrlich, ich kann nicht sagen, wie das Buch aufgenommen
wird. Ein derartiges Buch zu schreiben, ist oft reine Glaubenssache.
Selbst nachdem du es geschrieben u. veröffentlicht hast u. Leute es
lesen, kannst du im Grunde nie genau sagen, wie es wirkt.
Ein Hauptthema, um das sich das Buch rankt, ist Ihre Ansicht, Progressive
würden sich zuwenig Richtung potentieller neuer Leute öffnen,
neue Leute mit an Bord zieh’n u. diese dauerhaft zur Mitarbeit motivieren.
Meine Frage: Was hat Sie persönlich dazu gebracht, sich mit
progressiven Themen auseinanderzusetzen, u. warum sind Sie Ihrer
Sache so treugeblieben?
Ich bin jetzt 55 - also ist das alles schon eine ziemliche Weile her. Es waren
völlig andere Zeiten damals. Zum Teil hat mich die Bürgerrechtsbewegung
radikalisiert, die ich vom Hörensagen kannte, zum Teil hat mich aber auch
das elitäre Gehabe an meinem College angewidert, teilweise hat mich
die Musik, der Geist, der in jener Zeit herrschte, inspiriert. Dann natürlich
mein Engagement in der Anti-Vietnam(kriegs)-Bewegung. Später kamen
immer neue, damit zusammenhängende Projekte hinzu.
Was ich sah, hörte, las - später natürlich auch meine eigenen
Aktivitäten -
brachten mich dazu, meinen eigentlichen Lebensentwurf ad acta zu legen
-
ich wollte ursprünglich Physiker werden -, u. mich stattdessen
radikaler Politik zuzuwenden. Also ich meine, diese Kombination (sehen,
hören, lesen) ist von entscheidender Bedeutung für die meisten
Menschen. Daher ist es auch so wichtig, dass das, was die Leute sehen,
hören u. lesen, von aufklärerischem Wert ist u. radikale Inhalte
vermittelt - damit die Leute Aktivitäten entfalten, die sie dann weiter
inspirieren, ihnen weitere Stärke verleihen.
Kann es sein, dass das derzeitige politische Klima, plus
Kriegstreiberei, Ihren Aufruf an die Progressiven, zu mobilisieren u.
(neue) Strategien zu entwickeln, jetzt noch dringlicher macht?
Diese Themen sind natürlich wirklich wichtig im Moment, aber sind sie
das eigentlich nicht immer? Im Grunde vergeht kein Tag, an dem uns
nicht offensichtliche Verstöße regelrecht ins Auge springen. Und
darüber hinaus herrscht dieser groteske Status quo - ein Status quo
ausgedehnter Armut, Entwürdigung, Entfremdung. Auf die derzeitige
Kriegstreiberei bzw. den Krieg, der sich womöglich daraus ergibt, muss
man natürlich reagieren - umgehend u. in organisierter Form. Aber ein
Punkt, den ich noch hervorheben will: Obwohl wir uns natürlich auf
Notfallsituationen einlassen müssen u. richtiges Krisenmanagement zur
richtigen Zeit fahren - das Allerwichtigste ist u. bleibt doch die
konstante Organisierung - motiviert durch positive Zielsetzung.
Auf Ihrem Weg Richtung progressiver Veränderung, welche speziellen
Siege haben Sie da errungen - Siege, die andern zeigen könnten, Wandel
ist möglich?
Also es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, die
Menschheitsgeschichte zu
betrachten. Entweder, man sieht sie als riesige Schlammschlacht-Arena,
in der nichts als repressiver, brutaler Missbrauch vorherrscht oder
aber als stete Entwicklung Richtung Erkenntnis, Richtung Einsicht
darin, was es heißt, Mensch zu sein bzw. als einen langen, steten Kampf
zur Verwirklichung dieses Potentials. Also was mich angeht, ich bin
entschieden für Letzteres. ‘Sieg’ bedeutet für mich z.B. Abschaffung
der Sklaverei, die Überwindung der Entrechtung der Frau, Eindämmung der
Kinderarbeit, die Abschaffung des Jim-Crow-Rassismus*, die
Herausbildung von Gewerkschaften, die Reduzierung der
Wochenarbeitszeit, usw.. Möglich wurde dies alles durch Erfolge der
Arbeiterbewegungen, Frauenbewegungen, Bürgerrechtsbewegungen, Schwulen-
u. Lesbenbewegungen, der antiauthoritären Bewegungen, der
Friedensbewegungen u. in jüngster Zeit eben auch noch u.a. der
Anti-Konzern- u. Globalisierungsbewegung. Bleibt darüber hinaus etwas
zu tun, anzupacken? Darauf können Sie wetten! Ein ganzes Universum gilt
es zu erobern, u. es gibt wirklich keinen Grund anzunehmen, wir könnten
es nicht schaffen.
In Ihrem Buch betonen Sie immer wieder die Vielfalt - Vielfalt als
wesentlicher
Bestandteil der progressiven Bewegung. Sie drängen Aktivisten dazu,
sich andern gegenüber zu öffnen, mit unterschiedlichen Gruppen
zusammenzuarbeiten - selbst wenn es Unstimmigkeiten in wichtigen Fragen
gibt. Dabei erwähnen sie verschiedendste Gruppen, die gegen alle
möglichen Arten von Unterdrückung eintreten - ausgenommen allerdings
Gruppen, die sich gegen die Ausbeutung von Tieren wenden. Warum
ausgerechnet die nicht?
Ich weiß nicht, ob ich diese Frage beantworten kann - anders, als ich
sie mir
selbst beantworte jedenfalls. Wenn ich an soziale Bewegungen mit der
Zielsetzung positiver Weltveränderung denke, dann kommen mir die Rechte
der Tiere eben nicht in den Sinn. Ehrlich - ich kann mir nicht
vorstellen, dass eine Tierschutzbewegung das Gleiche ist wie etwa die
Frauenrechtsbewegung oder die Latino-Bewegung, die Jugendbewegung, die
Anti-Konzern- u.
Globalisierungsbewegung oder die Arbeiterbewegung, usw..
Ich selbst habe einen Papageien. Natürlich würde ich mich furchtbar
aufregen,
wenn ihn jemand misshandeln würde - wirklich sehr aufregen. Aber -
warum weiß ich eigentlich auch nicht genau -, ich fühle einfach keine
Veranlassung, mich zeitlich intensiv mit Tierschutzthemen zu befassen,
zumindest nicht im selben Maße, in dem ich mich zeitlich mit Themen wie
Lohnsklaverei, Krieg, Rassismus, Vergewaltigung, usw. befasse.
Möglicherweise ist das ein großer Fehler. Aber ich will ehrlich auf
Ihre Frage antworten ... es ist nunmal so.
Meine nächste Frage ergibt sich praktisch daraus: die Terminologie, die
normalerweise verwendet wird, um die Unterdrückung von Menschen zu
beschreiben bzw. entsprechende aktivistische Zielsetzungen dagegen,
wird jetzt häufig auch zur Verteidigung der Tiere rangezogen (z.B.:
‘Ausbeutung’, ‘Befreiung’, ‘systemimmanente u. soziale Kräfte der
Unterdrückung’). Was halten Sie davon? Denken Sie, dass Gemeinsamkeiten
zwischen beiden Arten des Kampfes erkennbar sind? In Bezug worauf
würden Sie dies vielleicht bestreiten?
Da bin ich - ehrlich gesagt -, tatsächlich überfragt. Natürlich handelt
es sich in beiden Bereichen um dieselben dominanten, einflussnehmenden
gesellschaftlichen Institutionen - ob es nun darum geht, was Menschen
angetan wird oder was Tieren. Daher ja auch der Begriff ‘dominant’.
Egal in welchem Bereich man eine Veränderung bewirken will: diese
Institutionen anzugehen, ist immer korrekt. Darin besteht also
Gemeinsamkeit. Und wenn eine Tierrechtsorganisation sich dann auch noch
für die Arbeitsbedingungen der Menschen - in Tierfarmen, Tierlabors u.
ähnlichem - interessiert, werde ich mich sicherlich mit ihr anfreunden.
Andererseits passt mir diese Analogie nicht - also der Vergleich
zwischen der
Unterdrückung von Tieren u. der Unterdrückung von Menschen. Das ist
nicht besonders glücklich gewählt, muss ich ehrlich sagen... Was
keinesfalls heißen soll, dass es in Ordnung geht, Tiere zu
misshandeln.Was ich nur nicht begreife: Warum muss man (Tierquälerei)
mit Menschen-Misshandlung gleichsetzen, um sie glaubwürdig verurteilen
zu können? Ich gebe zu, diese Analogie ist mir zuwider.
Auch auf die Gefahr hin, einige Ihrer Leser womöglich zu verprellen,
gebe ich
im Sinne “schonungsloser Offenheit” zu Protokoll: wenn ein
Tierrechts-Aktivist die Sache auf die Spitze treibt u. beispielsweise
erklärt (was ich oft miterlebt habe), eine Kuh zu töten u. zu verzehren
sei das Gleiche wie einen Menschen töten u. aufessen, u. dann werden
womöglich auch noch die gleichen Schlagworte benutzt, wie Holocaust,
Mord, usw., dann bleibt mir nichts anderes übrig, ich muss flüchten,
sonst reißt mich mein Zorn zu was Destruktivem hin. Meine Begründung,
weshalb ich derlei Formulierungen hasse, ist etwa die: Wenn ich, was
ihr äußert, wortwörtlich nehmen soll, dann würde dies ja bedeuten, an
einem Restaurant vorbeispazieren ist für euch gleichbedeutend mit vor
einem menschlichen Hinrichtungsplatz steh’n, an dem gerade
Kannibalismus begangen wird. Was für unglaublich kaltschnäuzige
Feiglinge wärt ihr in dem Fall, weil ihr nicht entsprechend reagiert -
emotional handelt. Im Grunde müsstet ihr ja konsequenterweise viel,
viel mehr machen (u. nicht weniger), also ihr müsstet Schmerz empfinden
u. Widerstand leisten. Aber natürlich nehme ich, was diese Leute
äußern, nicht wörtlich. Ich denke, sie meinen das selbst nicht ernst,
haben nicht wirklich das Gefühl, das, was auf einer Geflügelfarm vor
sich geht, sei terminologisch vergleichbar beispielsweise mit einem
Flächenbombardement auf Zivilisten oder mit dem, was in den
Konzentrationslagern passiert ist.
Ich denke, sie (benutzen) diese Wörter eher zum Zwecke der Manipulation
oder Provokation. Aber das schadet im Grunde den Tierschützern, die
sowas machen nur selber, stärkt die Schlagkraft (ihrer Argumente) in
keinster Weise.
Aber nachdem ich das jetzt festgestellt habe, bekenne ich andererseits,
dass eine Diskussion im großen Stil über die Rechte der Tiere bzw. über
daraus resultierende Aktionen wahrscheinlich mehr als angesagt wäre -
in verschiedendster Hinsicht - u. doch halte ich es, ehrlich gesagt,
für nicht halb so dringlich wie die Verhinderung des Irak-Kriegs oder
den Kampf für die 30-Stunden-Woche bzw. die Überwindung des
Kapitalismus (was übrigens für jede Tierrechtsbewegung von Vorteil
wäre).
Im Jahr 2000 hat die Grüne Partei viel Ausehen erregt, sie hat es
geschafft, die enthusiastischen Massen zu Tausenden für politische
Großveranstaltungen zu mobilisieren. Ich frage mich, was ist aus all
dieser Energie geworden? Was hat dazu geführt, dass die
(amerikanischen) Grünen dieses Momentum nicht aufrechterhalten konnten?
Und was, glauben Sie, müsste passieren, damit dieser
Ball erneut ins Rollen kommt?
Meine persönliche Einschätzung: Die Energie, der Esprit, wurden
weitgehend verschleudert. Die einzig andere Erklärung, die ich noch
habe: mit dieser Energie war von Anfang an etwas faul, pure Heuchelei,
sie hätte sich so oder so in Luft aufgelöst, egal, was man getan hätte.
Das ist meiner Überzeugung nach aber nicht der Fall. Ungefähr 3
Millionen Menschen haben damals ja für Ralph Nader** gestimmt, u. wohl
weitere 7 Millionen hätten ihm den Vorzug gegeben, hätten sie nicht
gedacht, Gore wählen zu müssen, um Bush zu verhindern. Macht zusammen
etwa 10 Millionen Wähler, plus, minus ein paar Millionen.
Unter diesen Umständen hätte man meiner Ansicht nach ein
Schattenkabinett
bilden können, mit fähigen progressiven Leute auf allen entsprechenden
Posten... Dieses ‘Kabinett’ hätte praktisch zu jedem wichtigen Thema,
jeder politischen Entscheidung, jedem Krisenmanagement, Gegenpositionen
formulieren können - u. das über Jahre hinweg, bis zur nächsten Wahl.
(Unser ‘Schattenkabinett’) hätte von seinen 10 Millionen ‘besorgten
Bürgern’ eine ‘Steuer’ von sagen wir mal einem Dollar monatlich für
schwach Verdienende u. 10 Dollars oder mehr für Gutverdienende erheben
können. Aber die Leute wären keineswegs nur reine Geldquellen zur
Aktivitäten-Finanzierung gewesen, vielmehr hätte man sie in sämtliche
Aktivitäten vor Ort einbinden können - sie am Feiern beteiligen, am
Lernen u. am Agitieren.
Wäre man (nach der Wahl) so vorgegangen, wo stünden wir jetzt?
Wir hätten 25 Milliionen Dollars monatlich für unsere progressiven
Ziele zur Verfügung - eventuell mehr, mit steigender Tendenz - u.
Millionen Menschen wären aktiv in den Aufbau einer dauerhaften
Graswurzelpräsenz, einer Druck ausübenden Graswurzelpräsenz,
involviert. Auf dieser Basis hätte sich Gegenpolitik wirklich gestalten
lassen, Gegenprogramme, die die Leute de facto zu jedem Thema hätten
einsetzen können - von Ökonomie bis Ökologie, vom Thema ‘Krieg gegen
den Terror’ bis hin zu Haushaltssachen.
Wäre dies alles tatsächlich erreichbar gewesen, vorausgesetzt, wir
hätten es versucht? Vielleicht nicht hundertprozentig, aber ich schätze
mal, vieles wäre zu machen gewesen.
Worin besteht Ihre größte Hoffnung im Hinblick auf die Zukunft dieses
Landes?
Kurzfristig, dass der Horror, den die Bush-Administration uns beschert
hat, rückgängig gemacht bzw. verhindert werden kann. Kriege verhindern,
gehört dazu, ebenso die Konzern-Globalisierung, die wir zunächst in den
Griff bekommen u. später auflösen müssen; Rassismus u. Sexismus müssen
weiter zurückgedrängt, die Lebensumstände der Arbeiter u. Armen
verbessert werden. Langfristig besteht meine Hoffnung darin, dass es
uns gelingt, Bewegungen zustandezubringen, die groß genug u.
entschlossen genug sind, nicht nur wichtige Reformen durchzusetzen,
sondern darüber hinaus auch noch die entscheidenden Institutionen
unserer Gesellschaft zu transformieren.
Und was ist Ihre größte Befürchtung?
Darüber denke ich nicht nach.
Welchen Rat geben Sie Leuten, die sich dieser Myriaden progressiver
Themen zum erstenmal überhaupt bewußt werden u. sich nun gedrängt
fühlen, etwas zu tun, aber einfach überfordert sind - besonders angesichts des derzeitigen politischen Klimas?
Die Welt so zu sehen, wie sie ist - das ist zweifellos sehr wichtig.
Aber natürlich darf man nicht gleich übertreiben, sich nicht von den im
Weg
liegenden Steinen überfordern lassen - sowas nützt überhaupt nichts.
Am besten, Sie stellen sich ein Sportler-Profiteam vor - in der
Sportart, in der Sie sich halt am besten auskennen: Basketball,
Baseball oder Fußball. Kommt das Team zu einer falschen Einschätzung
seines Gegners, wird es schwerwiegende Fehler machen u. am Ende den
Kürzeren ziehen. Es muss ihn sehr realistisch einschätzen. Das Gleiche
passiert auch umgekehrt, wenn das Team nur rumjammert u. winselt -
vonwegen überstarker Gegner u. so. Auch in dem Fall wird es verlieren.
Eine Gesellschaft zum Bessern zu verändern - dafür braucht es Kampf.
Natürlich würden wir es vorziehen, wenn es auch ohne ginge - etwa im
Sinne eines wechselseitigen Deals, bei dem jeder am Erfolg des andern
interessiert ist.
Stattdessen müssen wir eben einen Kampf führen, bei dem etliche etwas
gegen unsern Erfolg haben. Aber können wir uns deshalb das Spielfeld,
auf dem unsere sozialen Kämpfe stattfinden, von außen beseh’n,
verzweifeln u. denken, da gibt es soviel zu tun, soviele Hindernisse zu
überwinden? Sicherlich nicht. Andererseits steht fest, was immer wir
auch anpacken, mit einer defaitistischen Haltung werden wir es nie
schaffen. Schaffen müssen wir es aber auf jeden Fall - im Interesse
einer bessern Welt.
15. September 2002 - Satya / ZNet
Interviewerin Catherine Clyne